Im erbrechtlichen Kontext gibt es eine Vielzahl von Konstellationen, in denen ein Sachverständiger mit eingebunden werden muss. Dies gibt beispielsweise für – Immobilienwertgutachten, – Bewertung von beweglichem Nachlass (Kunst, Schmuck u. a.), – Prüfung einer Testierunfähigkeit, – rechtsgutachterliche Beurteilung internationaler Erbrechtsfragen. Wir empfehlen Ihnen Gutachter, die qualitativ hochwertig tätig sind und mit denen wir langfristig […]
Autor-Archive: RA Prof. Dr. Boeh
Viele zukünftigen Schenker wissen nicht, dass eine Schenkung gar nicht zulässig ist bzw. zu rechtlichen Risiken führen kann. Die häufigsten Beispiele hierfür sind: 1. Eine Schenkung verstößt gegen die Bindungswirkung eines Erbvertrags oder eines Ehegattentestaments. 2. Die Schenkung ist von Seiten des Ehegatten zustimmungspflichtig. 3. Die Schenkung eines Gesellschaftsanteils verstößt gegen gesellschaftsrechtliche Vorschriften. 4. Die […]
Das OLG Rostock hat mit Beschluss vom 23.11.2023 zum AZ. 3 W 127/22 eine sehr praxisrelevante Entscheidung getroffen. Im konkreten Fall handelte ein Miterbe auf Basis einer transmortalen Vollmacht und führte ein Immobiliengeschäft nach dem Erbfall durch. Das OLG Rostock bestätigt, dass bei Vorliegen einer wirksamen Vollmacht das Grundbuch nicht zuerst auf die Erben umgeschrieben […]
Insbesondere im Erbrecht, das vielfach zu hohen Streitwerten führt (Höhe des Nachlasses, Wert des Pflichtteilsanspruchs u. a.), ist die Frage nach der Vergütung der rechtsanwaltlichen Vertretung legitim. Die Vergütung sollte transparent besprochen werden. Es gibt insbesondere folgende Themen, die einzelfallabhängig besprochen werden können: – Abrechnung streitwertbasierend nach RVG, – Vereinbarung eines Stundenhonorars, – Vereinbarung eines […]
Der Begriff der Erbunwürdigkeit wird von vielen Laien als Totschlagargument im Erbstreit verwendet. Tatsächlich gibt es in der Rechtsprechungspraxis nur wenige drastische Fälle, die eine Erbunwürdigkeit aufzeigen. Der Begriff sollte deshalb nur zurückhaltend verwendet werden. Es besteht die Gefahr, dass dieses Argument andere, aussichtsreichere Argumente verdeckt, die dann im Rechtsstreit übersehen werden. Dieser Beitrag wurde […]
Wenn mehr als eine Person Eigentümer einer Immobilie ist, besteht eine sog. Miteigentümergemeinschaft, die nach eigenen Regeln aufgebaut ist. Insbesondere bei notariellen Schenkungen und Erbauseinandersetzungen kommt es häufig zu dieser Konstellation. Leider wird dort vielfach eine konkrete Regelung für die Vertretung, die Entscheidungsfindung und das Problem der Teilungsversteigerung nicht durchgeführt und sozusagen vergessen. Dies sollte […]
Erbstreitigkeiten bergen in der Praxis kaum bekannte Risiken. Ein Beispiel hierfür ist die Situation, dass einer der Miterben im Ausland lebt. Dann verkompliziert sich die gesamte Abwicklung des Erbfalls enorm. Hierzu gehört auch, dass es unerwartete Entwicklungen geben kann, die dies nochmals verschärfen. Ein Beispiel aus meiner Praxis ist, dass der im Ausland lebende Miterbe […]
Die Gestaltungsmöglichkeit der Vor- und Nacherbschaft geistert immer noch durch viele Medienberichte, Formularsammlungen und laienhafte Testamentsgestaltungen, obwohl im Regelfall eine solche Anordnung kontraproduktiv und in der Praxis nur schwer umzusetzen ist. Wir empfehlen deshalb Bestandstestamente, die eine solche Regelung beinhalten, nochmals rechtsanwaltlich überprüfen zu lassen. In den meisten Fällen ist die Anordnung der Vor- und […]
Pflichtteilsverzicht und Ehevertrag sind Regelungen, die inhaltlich rechtlich eigenständig sind, in der Beratungspraxis aber häufig kombiniert werden. Dies gilt sowohl für Fälle, in denen eine Ehe bevorsteht, als auch für Konstellationen einer bevorstehenden Scheidung oder im Rahmen einer sog. Güterstandschaukel. Es ist dabei immer anhand des konkreten Einzelfalls zu prüfen, ob eine solche Kombination rechtlich […]
In der Praxis wird vielfach auf Gerichtsentscheidung Bezug genommen. Tatsächlich ist es aber meistens so, dass Gerichtsentscheidungen und deren Kernsatz einem Kommentar oder einer Monografie entnommen bzw. übernommen werden, ohne dass die Gerichtsentscheidung selbst nachgelesen wird. Das bedeutet, dass es streng genommen der Autor des jeweiligen Druckwerks es in der Hand hat, wie Rechtsprechung verstanden […]
