Vorsicht geboten ist, wenn Laien Testamente selbst erstellen und ändern. Denn die typische Folge kann hieraus sein, dass das Testament wegen eines kleinen Fehlers formunwirksam sein. Beispiele für eine Formunwirksamkeit kann sein, dass die Unterschrift nicht an der richtigen Stelle ist (beispielsweise mitten im Testament und nicht mit Abschlussfunktion am Ende des Testaments) oder Teile […]
Im folgenden Fall hatte eine Frau aus der Ehe mit ihrem verstorbenen Mann vier gemeinsame Kinder. Sie übertrug auf einer ihrer Söhne mit notariellem Überlassungsvertrag ein Grundstück „im Wege der vorweggenommenen Erbfolge unter Anrechnung auf den Pflichtteil des Erwerbers am künftigen Nachlass des Veräußerers“. Dies heißt das, dass die Zuwendung auf den Pflichtteil angerechnet wird. […]
Viele Laien haben eine Fehlvorstellung über die Auswirkungen eines Ehevertrags, insbesondere auch deshalb, weil Notare hierzu wenig beraten. Allein die Tatsache, dass Gütertrennung ehevertraglich vereinbart worden ist, bedeutet nicht, dass die Ehegatten nicht in einer rechtlichen Verbindung stehen. Gütertrennung bedeutet letztlich nur in Abgrenzung zum gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, dass es bei einem Ende der […]
Bei einer Wiederverheiratung entstehen für die Kinder aus erster Ehe mehrere Risiken, und zwar, dass (1) der neue Ehepartner das alte Testament anficht und ungültig macht, aber insbesondere (2) der neue Ehepartner ein gesetzliches Erbrecht und damit einen Pflichtteilsanspruch erhält. Deshalb sollte vor einer Verheiratung ein Ehevertrag mit inkludierten erbrechtlichen Regelungen hierzu abgeschlossen werden. Dabei […]
Wenn Sie der Großelterngeneration angehören und sich mit dem Gedanken tragen, ein Testament zu erstellen, so ist insbesondere dann, wenn minderjährige Enkel vorhanden sind, eine sorgfältige Testamentsberatung erforderlich. Denn es stellen sich zahlreiche Fragen, die beantwortet werden müssen: (1) wie nutzt man die steuerlichen Freibeträge für Enkel in Höhe von € 200.000,00, (2) kann und […]
Besteht nicht die typische Situation „Eltern und ein gemeinsames Kind“ gibt es immer wieder Unklarheiten bzgl. der erbrechtlichen Situation. Verstirbt das Elternteil, das ein leibliches Kind hat, so erbt dieses Kind gesetzlich neben dem Ehepartner (wobei die Quote abhängig vom Güterstand ist, in der Regel liegt die Erbquote jeweils bei ½ für beide Miterben). Verstirbt […]
Wir bieten regelmäßig Vorträge zu erbrechtlichen Themen an. Sie haben Interesse, kostenfrei an einem Vortrag teilzunehmen oder möchten gerne einen Vortrag bei uns buchen und den Autor als Redner anfragen? Wir freuen uns, wenn Sie sich bei uns melden. Dieser Beitrag wurde von der Rechtsanwaltskanzlei Prof. Dr. Thieler – Prof. Dr. Böh – Thieler Rechtsanwaltsgesellschaft […]
Wenn man Vermögen geschenkt erhalten hat und dieses weiterverschenken oder vererben möchte, wird häufig übersehen, dass es hierfür maßgebliche Regelungen in den „alten“ Schenkungsverträgen gibt. Dort kann beispielsweise geregelt sein, dass ein bloßes Weiterverschenken und Rücktrittsrecht auslöst oder ein Vererben an einen bestimmten Personenkreis sanktioniert ist. Bei jeder Vermögensnachfolgemaßnahme sollte also das „Gesamtpaket“ durchgesehen werden, […]
Paare, die kinderlos bleiben, denken vielfach an eine Adoption. Dies geschieht nicht nur bei minderjährigen Kindern, sondern auch, wenn die Pflegekinder erwachsen werden und dann bei der Vermögensnachfolge festgestellt wird, dass eine Erwachsenenadoption notwendig ist, um den steuerlichen Freibetrag nach § 16 ErbStG zu erhalten. Es gibt auch die generelle Überlegung, eine „fremde“ Person, die […]
Das Pflichtteilsrecht ist eine deutsche Spezialität. Dem Erblasser nahestehende Personen erhalten unabhängig von einer abweichenden Regelung per Testament einen Mindestanspruch in Geld in Höhe von 50% des gesetzlichen Erbrechts. Der häufigste Fall ist, dass ein Kind enterbt wird und das Kind den Pflichtteil geltend macht. Sowohl auf Seiten des Pflichtteilsberechtigten (hier das Kind), als auch […]
