In einigen Fällen sind sich Ehepartner bzgl. der Vermögensweitergabe an die Kinder nicht einig. Es kann dann dazu kommen, dass ein Ehegatte sein wesentliches Vermögen (beispielsweise eine werthaltige Immobilie) an die Kinder verschenkt. Bleibt dabei § 1365 BGB unbeachtet, ist diese Schenkung aber unwirksam. Die benannte Vorschrift sagt, dass der andere Ehegatte zustimmen müsste. Wird […]
Der Pflichtenkreis eine vorsorgebevollmächtigten Person kann hoch sein und im Einzelfall auch dazu führen, dass eine hieraus resultierende Pflichtverletzung eine Erbunwürdigkeit begründet, beispielsweise, wenn ein Fehlgebrauch einer Vorsorgevollmacht zum Tod des Vollmachtgebers führt. Die Prof. Dr. Thieler – Prof. Dr. Böh – Thieler Rechtsanwaltsgesellschaft vertritt Sie deutschlandweit und spezialisiert insbesondere in folgenden Rechtsgebieten: Betreuungsrecht, Erbrecht, […]
Es gibt mehrere Möglichkeiten, bei denen Verzichtserklärungen in Notarverträge aufgenommen werden und den meisten Urkundsbeteiligten unklar bleibt, welche Reichweite diese Verzichtserklärungen haben. Häufig ist dies bei Pflichtteilsverzichtserklärungen zu erkennen, die zum Teil zwischen Eltern und Kindern abgeschlossen werden, wobei die Kinder noch sehr jung sind. Jahrzehnte später wird diese Regelung dann bereut. Die Prof. Dr. […]
Ich erlebe in der Praxis immer wieder Fälle, in denen Kinder Eltern unter Druck setzen, unter dem Motto „jemand in meinem Freundeskreis hat von den Eltern auch bereits die Immobilie überschrieben erhalten“. Hier ist Vorsicht geboten, denn ich kenne einige (wenige) Fälle, in denen Kinder unwahre Aussagen hierzu getätigt haben, hauptsächlich aber deshalb, weil allein […]
Leider kommt ein Erbfall häufig nicht allein, sondern es treten mehrere Erbfälle hintereinander auf. Es ist dann mit folgenden typischen Problemen zu rechnen, die bereits vorher rechtsgestaltend jedenfalls teilweise vermieden werden können: 1. Unklare Zuordnung des Nachlasses, 2. mehrere Erbschaftssteuerverfahren, 3. Streit über die Erbfolge in beiden Erbfällen, 4. Problematische Vertretungsregelungen hinsichtlich beider Nachlässe. Die […]
Betreuungsverfahren werden mitunter instrumentalisiert, um Vorteile im späteren Erbfall zu haben. Solche Vorteile können sein 1. Feststellungen zum Gesundheitszustand des späteren Erblassers, 2. Einfrieren der Vermögenswerte. Allerdings können auch Nachteile entstehen, und zwar insbesondere 1. weitere Entfremdung gegenüber dem späteren Erblasser, 2. Kosten des Betreuungsverfahrens schmälern den Nachlass, 3. im Einzelfall begründet eine Betreuungsanregung einen […]
Ich erlebe immer wieder Fälle, in denen tagesaktuell ein Erbfall eingetreten ist und die Angehörigen verständlicherweise völlig verzweifelt und in Trauer sind. Rechtlich ist es glücklicherweise meistens so, dass nicht sofort und übereilt reagiert werden muss. Das nachlassgerichtliche Verfahren dauert viele Monate, gleiches gilt für die Erbschaftssteuer. Lediglich das Thema „Ausschlagung“ muss binnen kurzen Wochenfristen […]
Es gibt immer wieder Fälle, in denen die Erbenstellung gerichtlich falsch beurteilt und das Grundbuch hierdurch unrichtig wird. Dies hat zur Folge, dass die im Grundbuch Eingetragenen das Recht haben, eine Teilungsversteigerung zu beantragen. Die Tatsache, dass diese Option auf einer fehlerhaften Erbfolge beruht, ist meistens nicht Gegenstand des Teilungsversteigerungsverfahrens. Es ist notwendig, dass eine […]
Ist in Erbfällen die Rechtsnachfolge unklar und dauert das Nachlassverfahren länger an, wird ggf. ein sog. Nachlasspfleger bestellt. Dieser Dritte, meist ein Rechtsanwalt, wird über Monate bzw. Jahre hinweg tätig und verrechnet Gebühren. Diese Gebühren können erheblich sein. Sollten Sie mit einem solchen Fall konfrontiert sein, lassen Sie die Vergütungshöhe rechtsanwaltlich prüfen. Denn es ist […]
Erbrechtlich ist der letzte gewöhnliche Aufenthalt insoweit prägend, als er darüber entscheiden, welches Erbrecht anwendbar ist. Begibt sich eine Person in ein ausländisches Hospiz und stirbt dort, könnte das dortige Erbrecht anwendbar sein. Mit dieser Frage hat sich das OLG Rostock auseinandergesetzt (FGPrax 2025, 281). Das Gericht lässt aber allein den Aufenthalt nicht ausreichen, um […]
