In fast jedem Erbfall entsteht eine Erbengemeinschaft, insbesondere, wenn kein Testament vorliegt, sondern die Erbfolge greift. Erbengemeinschaften bestehen vielfach zwischen Eltern – Kinder, zwischen mehreren Kindern und in vielen anderen Konstellationen. Für alle Fälle gilt: es gibt ein erhebliches Streitpotential. Die häufigsten Diskussionspunkte aus meiner Praxis stelle ich Ihnen dar. Problem 1: Es besteht keine […]
Es gibt in der Beratungspraxis eine Fülle an Testamentsklauseln, die vom standardisierten Testamentstext abweichen und die durch findige Juristen entwickelt worden sind. Ein Beispiel ist die sog. „Dieterle-Klausel“. Das Problem bei diesen Gestaltungen ist, dass diese zwar nach dem Rechtsstand der Beratung zulässig sein können, sich aber die Rechtsprechung über die Jahre fortentwickelt und es […]
Gesetzliche Betreuung – nein danke! Warum ich für mich eine gesetzliche Betreuung vermeiden möchte? Das hat viele unterschiedliche Gründe, die sicherlich auch Sie zutreffen: – Die gesetzliche Betreuung verursacht Kosten für das Vermögen des Betroffenen (Gerichtskosten und die Vergütung des gesetzlichen Betreuers). – Bei einer Fremdbetreuung hat die Familie kein Mitspracherecht. – Bei einer familiären […]
In vielen Erbfällen geht es um das Thema der Testierunfähigkeit. Dann ist es üblich, dass ein Sachverständigengutachten erstellt wird. Beteiligte sollten es aber nicht auf sich beruhen lassen, dass dieses Gutachten erstellt und dann die Entscheidung auf Basis des Gutachtens gerichtlich getroffen wird. Es ist zentral, dass der Gutachter sein Gutachten mündlich erläutern muss und […]
Eine – in der Regel für die substantiierte Entscheidung zu – kurze Frist ist die Ausschlagungsfrist von 6 Wochen. Mögliche Erbprätendenten werden durch das Nachlassgericht angeschrieben und auf die Option hingewiesen, die Erbschaft binnen 6 Wochen auszuschlagen. In diesem Zeitraum ist es meistens nicht möglich, ausreichende Informationen über den Nachlass zu erhalten (also insbesondere, ob […]
Im Erbfall läuft – wenn es ein Testament gibt – eine vom Nachlassgericht standardisiert kurz gesetzte Frist von zwei Wochen. Das Testament wird zugesendet und die Beteiligten werden aufgefordert, binnen zwei Wochen Einwendungen gegen die Testamentswirksamkeit zu erheben. Ein tauglicher Vortrag in dieser kurzen Zeit ist fast immer ausgeschlossen. Sie sollten sich als betroffene Person […]
Bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften gehen die Paare davon aus, dass eine rechtliche Regelung nicht notwendig ist. Eine solche ist häufig auch nicht gewollt. Man entscheidet sich bewusst gegen die Eheschließung. Tatsächlich führt dies aber dazu, dass die Paare viel mehr vertraglich regeln müssen, als im Zustand des Verheiratet-Seins. Ein Partnerschaftsvertrag, der Regelungen zum Vermögensausgleich und Unterhalt […]
Eheverträge werden vor einem Notar geschlossen. Das Problem ist, dass der Notar weder wirtschaftlich noch steuerlich berät. Es kann dann die Situation entstehen, dass ein standardisierter Ehevertrag mit weitreichenden rechtlichen Folgen geschlossen wird, der sich letztlich als negativ erweist, dies auch deshalb, weil neben den familienrechtlichen auch erhebliche steuerliche und erbrechtliche Wirkungen eintreten können. Der […]
In Erbfällen entsteht dadurch ein erheblicher Zeitdruck für potentielle Erben, dass gemäß Mitteilung des Nachlassgerichts ein erheblicher Zeitdruck dadurch entsteht, dass binnen 6 Wochen über eine Ausschlagung der Erbschaft entschieden werden muss. Eine solche weitreichende Alles-oder-Nichts-Entscheidung lässt sich in dieser Frist aber meist nicht treffen, insbesondere weil der Nachlass häufig unbekannt ist. Eine voreilige Ausschlagung […]
Die Verwertung des Nachlassvermögens ist ein ständiger Streitfall. Besteht endlich Einigkeit darüber, dass die Nachlassimmobilie veräußert werden soll, so gibt es zahlreiche Punkte die zu beachten sind, beispielsweise: 1. die Notwendigkeit eines Sachverständigengutachtens zum Immobilienwert, 2. die Notwendigkeit eines baulichen Gutachtens zum Ausschluss der Gewährleistung / Haftung der Erbengemeinschaft gegenüber dem Käufer, 3. die rechtssichere […]
