Eine Situation, die für die Generation der Kinder und Abkömmlinge riskant ist, ist, dass Eheleute weit auseinanderliegend versterben. Es gibt immer wieder Fälle, in denen Eheleute eine testamentarische Regelung treffen, dann ein Ehepartner verstirbt, während die Kinder noch klein und gerade erst erwachsen geworden sind und im Nachlassverfahren nicht ausreichend darauf geachtet wird, dass die […]
Es gibt Konstellationen im Rahmen eines Erbfalls, die unerwartete Ergebnisse im Rahmen der Akteneinsicht bewirken. Zwar ist ein Nachlassgericht dazu verpflichtet, eine Erbenermittlung vorzunehmen. Darüber hinaus wird das Nachlassgericht aber nicht tätig, es sei denn, dass ein Erbscheinantrag gestellt wird. Das kann dazu führen, dass Dritte, die zwar nicht Erbe sind, aber im Erbfall dennoch […]
Viele Eheleute erstellen privatschriftlich ein laienhaft geschriebenes Ehegattentestament in Form eines Berliner Testaments. In den meisten Fällen wird eine automatische Bindung des überlebenden Ehepartners aus dem Testament angenommen. Das heißt, er darf kein neues Testament mehr schreiben. Ausdrücklich steht das in den wenigsten Laientestamenten. Ist der erste Ehepartner verstorben, ändern sich häufig die familiären Verhältnisse. […]
Im Rahmen der Gestaltung kommt immer wieder das Thema zu kurz, dass eine Erbengemeinschaft entsteht und die Erblasser davon ausgehen, dass die Erbauseinandersetzung unproblematisch ist. Dabei wird vielfach übersehen, dass bereits durch einen Krankheitsfall im Kreise der Erben die Erbauseinandersetzung deutlich erschwert wird. Denn dies kann dazu führen, dass der Erbe zukünftig durch einen gesetzlichen […]
Immer stärker wird das Problem im Pflichtteilsrecht, dass es für den Pflichtteilsschuldner schwierig wird, einen Notar zu finden, der ein notarielles Nachlassverzeichnis erstellt. Dies ist kurios, weil es mit Blick auf § 15 Abs.1 S.1 BNotO eine sog. Urkundsgewährungspflicht des Notars gibt. Das heißt, dass der Notar eine Tätigkeit nur verweigern darf, wenn der potentielle […]
Das Bedürfnis von Eltern ist groß, Immobilien im Testament den einzelnen Kindern zuzuweisen. Dabei wird aber übersehen, dass diese Zuweisung rechtlich (über eine Teilungsanordnung oder ein Vermächtnis) und tatsächlich (wegen der unterschiedlichen Wertentwicklung und Attraktivität der Immobilie und steuerlich (abweichende steuerliche Auswirkungen für ein Familienheim, eine vermietete Immobilie, eine landwirtschaftliche Immobilie) zu Streit führen kann. […]
Eltern versuchen vielfach durch lebzeitige Vermögensübertragungen an die Kinder oder testamentarische Bemühungen eine absolute Gleichbehandlung der Abkömmlinge zu erreichen. Diese Versuche, soweit sie nicht rechtsanwaltlich begleitet werden, scheitern fast immer. Denn bei lebzeitigen Vermögensübertragungen liegen in der Regel unterschiedliche Werte und zukünftig differente Wertentwicklungen und Nutzungsmöglichkeiten vor. Dies wirkt dann in einem Testament fort. Ich […]
In einem von zwei Fällen ist den Eheleuten nicht klar, in welchem Güterstand sie verehelicht sind und welche rechtlichen Folgen dies hat. Der häufigste Irrtum besteht darin, dass man eine Gütergemeinschaft unterstellt, aber vielmehr im Güterstand der Zugewinngemeinschaft verehelicht ist. Dies hat Auswirkungen in der Vermögenszuordnung, bei Ausgleichsansprüchen und im Erb- und Pflichtteilsrecht. Dieser Beitrag […]
Im Erbrecht gibt es eine Vielzahl von Auskunfsansprüchen. Die bekanntesten Ansprüche sind die Auskunftsansprüche im Pflichtteilsrecht und zwischen Miterben. Eher unbekannte Ansprüche sollten aber abhängig vom Einzelfall nicht unbeachtet bleiben, insbesondere der Auskunftsanspruch beim Quotenvermächtnis über § 242 BGB, der Auskunftsanspruch des beschenkten Pflichtteilsgläubigers gemäß § 2327 BGB, der Auskunftsanspruch des Nachlassgläubigers über § 2012 […]
Bei einer Immobilienschenkung investieren die Vertragsparteien (häufig Eltern und Kinder) viel Geld um die notarielle Beurkundung durchführen zu lassen. Deutlich weniger schalten in diesem Zusammenhang eine rechtsanwaltliche Beratung zusätzlich ein. Dies wäre natürlich sinnvoll, weil nur diese Beratung wirtschaftlich und steuerlich orientiert ist. Kaum jemand denkt daneben an das Thema der Vorsorgevollmacht. Insbesondere wenn Eltern […]
