Sehr viele Fälle beinhalten die Situation, dass der potentielle Erblasser körperlich schwer erkrankt ist. Es gibt hier insbesondere viele Situationen, die den potentiellen Erblasser insgesamt schwächen. Hauptbeispiele sind bestimmte Krebsleiden. In diesen Sachverhalten geht man gemeinhin davon aus, dass eine solche Person kein Testament mehr errichten kann. Diese Annahme ist aber falsch. Denn alleine eine […]
Im Rahmen einer gesetzlichen Betreuung besteht das Folgeproblem, dass es nicht nur um die Gestaltung eines neuen Testaments gehen muss, sondern auch zahlreiche weitere erbrechtliche Entscheidungen notwendig werden können. Ein zentraler Gesichtspunkt ist dabei die Annahme oder Ausschlagung einer Erbschaft. Weitere erbrechtliche Erklärungen sind insbesondere der Pflichtteils- bzw. Erbverzicht. Ebenso ist an die Widerrufsmöglichkeit bei […]
Für den Fall, dass ein erwachsener Mensch aufgrund von Alter, eines Unfalls oder der allgemeinen gesundheitlichen Situation nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, sieht der Gesetzgeber eine gesetzliche Betreuung vor. Diese gesetzliche Betreuung ist in den §§ 1896 ff. BGB geregelt. Voraussetzung für eine solche gesetzliche Betreuung ist die Betreuungsbedürftigkeit […]
In bestimmten familiären Konstellationen überlegen Mandanten, gemeinnützig zu vererben, beispielsweise, weil es keine nahestehenden Personen als Erben gibt, die Erben aus der Familie selbst vermögensmäßig bereits abgesichert sind oder etwas Gutes getan werden soll. Hierbei ist zu beachten, dass Mandanten nicht nur ein rechtsanwaltlich beratenes Testament ausfertigen müssen, sondern eine umfassende Beratung notwendig ist. Es […]
Es besteht der weitverbreitete Irrtum, dass die Aufgaben im Rahmen der Erbschaftsteuer im Gesamten durch den Testamentsvollstrecker abgewickelt werden müssen. Dies ist aber nicht immer der Fall. So ist es erbschaftssteuerlich mit Blick auf § 31 ErbStG letztlich unklar, wie weit die Aufgabenstellung des Testamentsvollstreckers diesbezüglich reicht. Es wird hier auf den Einzelfall ankommen. Das […]
Die Testamentsvollstreckung, sei es die Auseinandersetzungs- oder die Dauertestamentsvollstreckung, ist ein Rechtsinstitut, das auch verhindert, dass der Erbe selbst Nachlassverbindlichkeiten und insbesondere Pflichtteilsansprüche erfüllt. Das heißt, es ist vorrangige Pflicht des Testamentsvollstreckers, solche Pflichtteilsansprüche zu prüfen, Auskünfte in diesem Bereich zu erteilen und dann die Zahlung des Pflichtteilsanspruchs zu erbringen. Es kann allerdings mannigfaltige Gründe […]
Ist eine Testamentsvollstreckung testamentarisch angeordnet, kann es sein, dass der vorgesehene Testamentsvollstrecker-Kandidat von dieser Ernennung überfordert ist. Das mag insbesondere dann der Fall sein, wenn kein professioneller Testamentsvollstrecker im Rahmen seiner rechtsanwaltlichen Tätigkeit eingesetzt wird, sondern eine Person aus der Familie. Es gibt dann in einigen Fällen die Reflexhandlung, dass diese Person, gerade um familiäre […]
Vielfach wird testamentarisch eine Testamentsvollstreckung festgelegt. Der Erblasser geht dabei zumeist davon aus, dass der Testamentsvollstrecker vom Nachlassgericht kontrolliert wird. Diese Annahme beruht in der Regel darauf, dass das Nachlassgericht das Testamentsvollstreckerzeugnis an den Testamentsvollstrecker gibt und ihn damit im Amt bestätigt. Tatsächlich ist aber damit keine Kontrollfunktion des Nachlassgerichts in dem Sinne verbunden, dass […]
Es ist nicht automatisch so, dass eine Testamentsvollstreckung dann endet, wenn der Nachlass auseinandergesetzt ist. Entscheidend für diese Fragestellung ist, welche Form der Testamentsvollstreckung im Testament geregelt ist. Man unterscheidet zwei Hauptformen der Testamentsvollstreckung. Zuerst einmal gibt es die sogenannte Auseinandersetzungstestamentsvollstreckung. Diese endet tatsächlich damit, dass der Testamentsvollstrecker seine Aufgabe, also die Auseinandersetzung des Nachlasses, […]
Bei Vermächtnisanordnungen sind den beteiligten Personen zumeist die Auswirkungen dieses Vermächtnisanspruches nicht klar. Der Erblasser geht vielfach davon aus, dass der Vermächtnisanspruch ebenso wie das Erbe selbst schon zum Zeitpunkt des Erbfalles anfällt. Die Beteiligten gehen manchmal auch davon aus, dass der vermächtnisweise zugewendete Erbschaftsgegenstand bereits beim Vermächtnisanspruchsberechtigte liegt. Das Gegenteil ist der Fall. Denn […]
